
Meine Oma war Handweberin und hatte eine eigene Webstube. Ich war immer fasziniert von den Farben, den Garnen und den Mustern die sie webte.
Zuerst habe ich allerdings Damenschneiderin gelernt und anschliessend das Handarbeitslehrerinnen Seminar in Thun besucht. Mit Unterbrüchen unterrichtete ich ca. 20 Jahre.
Mit 60 Jahren und den Kindern aus dem Haus, wollte ich zurück zu den Wurzeln. Ich stellte den Webstuhl meiner Oma auf und machte bei Zürcher und Stalder die modulare Webausbildung.
Da Webstühle „Herdentiere“ sind, gab es bald einen zweiten und dann einen dritten, so entstand mein Webkeller. Nun bin ich fast jeden Nachmittag beim Weben oder Nähen anzutreffen. Meine Kolleginnen habe ich auch schon infiziert und es macht so viel Spass, miteinander zu entwerfen, zu planen und schöne Gewebe entstehen zu lassen.

